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Wesel. Großer Bahnhof gestern für eine vergleichsweise kleine Baumaßnahme: Das Restaurant Tante Ju am Segelflugplatz hat eine eigene Trinkwasserversorgung bekommen. Klingt schlicht – war aber offenbar nicht einfach zu bewerkstelligen. „Kleine Maßnahmen lassen sich schwieriger umsetzen als Großprojekte“, meinte Bürgermeisterin Ulrike Westkamp, zu der sich unter anderem Rainer Hegmann, Leiter der Hauptregion Rhein Ruhr des RWE, Stadtwerke-Chef Franz Michelbrink, Rheinhard Hoffacker von der Niederrheinische Sparkasse RheinLippe und Achim Strobel, Vorsitzender der Luftsportfreunde Wesel-Rheinhausen gesellt hatten.
Abgestanden

„Tante Ju“, vor allem im Sommer bei Flugbetrieb ein Publikumsmagnet, hatte keine eigene Trinkwasserleitung, sie hing an einer frei liegenden Leitung der Firma Pilkington. Immer wieder mal fror die ein oder das Unternehmen stellte aus verschiedenen Gründen das Wasser ab. Hinzu kommt, dass die Leitung in einem nicht mehr genutzten Gebäude des Geländes liegt, das Wasser stand zunehmend darin. Für einen Betrieb, der Lebensmittel verarbeitet, ist das kein guter Zustand. So warfen sie Know-How und Geld zusammen, Gelsenwasser, Stadtwerke, RWE, Sparkasse und Luftsportfreunde. 120 Meter Wasserleitung führen jetzt zur Anschlussstelle des Restaurants, Kostenpunkt 21 300 Euro, denn die Karl-Jatho-Straße hat keine eigene Wasserversorgung. Weitere 3000 Euro waren nötig, das Wasser bis zur Gaststätte zu bringen.

Ihr Engagement erklärten die Beteiligten damit, dass es sich um mehr als nur eine Gaststätte handele. Der Flugplatz Römerwardt spiele eine wichtige Rolle bei der Attraktivität Wesels für Touristen. Er ist einer der wenigen Flugplätze Deutschlands, der nahe der Innenstadt liegt, so lassen sich Einkaufsbummel und Flugzeuge-Gucken gut miteinander vereinbaren.

Jetzt ist es geschafft, die Beteiligten sind zufrieden und die Luftsportfreunde ist dankbar. Sie pachten ihr Vereinsgelände von der Stadt und verpachten ihrerseits die Gaststätte. Tante Ju entstand bereits Ende der 50er Jahre aus dem Clubheim, sie wird es weiter geben – mit ordentlicher Frischwasserversorgung.

Frisches Trinkwasser für „Tante Ju“ | WAZ.de – Lesen Sie mehr auf:
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